Abb. 59 Schleswig (Schild). Sichelförmig gebogenes Lederstück mit Stempelabdrücken in Form kleiner Rosetten (Nr, 4323). M. 1:3 besetzt, ein Niet ist in situ erhalten. In das 13./14 Jahrhundert datiert ein zweites sichelförmig gebogenes und längsgefaltetes, etwa 35 x 19 cm großes Lederstück (Kalbs- oder Rindsleder) mit bemerkenswerter Fertigungstechnik (Abb. 59). Die gebogene äußere Kante einer Halbkreisfläche (?) ist durch mindestens fünf dreieckige Ausschnitte gekennzeichnet, die auf etwa zwei-Drittel-Länge miteinander vernäht (Stoßnaht) waren und dadurch bewirkten, daß der Randbereich mehr oder weniger automatisch zur Flächen- mitte der Fleischseite umschlug. Der außenliegende Narben ist übersät mit dicht gesetzten Stempelabdrücken in Form kleiner Rosetten (Dm. 0,4 cm; Abb. 14. 8). Das Muster erstreckt sich teilweise bis über die Faltung zur Rückseite, was darauf hinweisen könnte, daß die Stempelprägung vor der Zurichtung in die ausgebreitete Lederfläche erfolgte. Beide Stücke sind aufgrund ihrer gekrümmten Formgebung am ehesten als Futterale für sichelförmige Klingen anzusprechen. In Breslau wird ein riemenartiges, sehr schmales Lederstück aus dem 13. Jahrhundert als Sensenfutteral gedeutet (Kazrnierczyk 1970, S. 243; Abb. 71. d; Samsonowicz 1982, Abb. 25. d). Ein Sichelfutteral aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts aus 's-Hertogenbosch bestand aus zwei bogenförmigen Lederteilen, die mit Stroheinlage unterfüttert waren (Goubitz 1983, S. 282; Abb. 10). Aus einer Schicht des 14. Jahrhunderts stammt ein 27x18 cm großes Lederstück (Ziegenleder), das auf der Fleischseite ein dichtes Netz zentrisch verlaufender, waffelähnlicher Abdrücke aufweist (Abb. 60). Reste von zwei in einem Abstand von 2 cm angebrachten Einstichreihen sind erhalten. Sowohl die Formgebung des Abdruckes sowie der kreisförmige (?) Verlauf der beiden Nähte als auch die Tatsache, daß Außenkante und Flächenmitte des Lederstückes gleichermaßen beschädigt sind, deuten darauf hin, daß ein der Form nach ursprünglich kreisflächiges Lederstück einen kugelförmigen Gegenstand ummantelte, wobei es sich dem abgedrückten Muster zufolge wahrschein- Abb. 60 Schleswig (Schild). Lederstück mit dichtem Netz waffelartiger Abdrücke (Nr. 3452). M. 1:3 90 91 lieh um eine geflochtene Reisigkugel gehandelt haben könnte. Die vermutlich aus mehreren miteinander vernähten Lederteilen zusammengesetzte Ummantelung war besonders an dem verdickten Ausgangs- beziehungsweise Endpunkt der Flechtarbeit erhöhtem Verschleiß ausgesetzt, daher unter anderem die beschädigte Flächenmitte. Eine mit Leder überzogene Reisigkugel hatte nur geringes Gewicht und könnte - von außen zum Beispiel mit Pech imprägniert - als Schwimmkörper, etwa als Netzschwimmer, gedient haben. Abb. 61 Schleswig (Schild). Röhrenförmige Riemchen mit Fransen (1 -5 Nr. 5714; 6 Nr. 7782). M. 1:3 Aus Schichten des 14. Jahrhunderts stammen schmale, röhrenförmig gefaltete Riemchen (Br. 1,5-2 cm bzw. 3-4 cm) mit vier bis acht Fransen am unteren Ende. Diese Fransenröhrchen wurden einzeln (Abb. 61. 6) und zweimal in Gruppen von jeweils fünf Exemplaren geborgen. Die Stücke der einen Gruppe sind 19-21 cm lang und aus Schafoder Ziegenleder hergestellt. Dagegen sind die Fransenröhrchen der zweiten Gruppe mit Längen von 16-19.cm durchschnittlich kürzer und aus Kalbs- oder Rindsleder gefertigt (Abb. 61.1 -5). Aufgrund der Tatsache, daß bei allen Exemplaren an der Verbindungskante feine Einstiche ohne Fadeneindrücke erhalten sind, und daß ferner der Narben in diesem Bereich kaum abgenutzt und vereinzelt sogar der Abdruck einer Auflage erkennbar ist, kann davon ausgegangen werden, daß die Verbindungskanten der Länge nach eingefaßt waren. Mit Ausnahme eines einzeln gefundenen Exemplares, das am oberen Ende eine durchgehende Öse aufweist (Abb, 61.6), lassen die anderen Fransenröhrchen nicht erkennen, ob und wie sie befestigt waren. In Ärhus werden ganz ähnliche Lederstücke als abgeschnittene Gürtelteile oder Verzierungselemente des Pferdegeschirrs gedeutet (Lorenzen 1971, S. 181; Abb. BIC). 4. ZUSAMMENFASSUNG In den Jahren 1971-1975 wurden bei siedlungsarchäologischen Untersuchungen in der Altstadt von Schleswig, auf dem Grundstücksblock „Schild", in großem Umfang Lederfunde zutage gefördert (Vogel 1983), Die Funde entstammen einer über 5 m mächtigen Stratigraphie. Dank eines durch H. Lüdtke (1985) über Keramikfunde und mit Hilfe datierter Hölzer und Münzen erstellten Chronologieschemas war es möglich, die Funde einzelnen Jahrhunderten zuzuordnen. Sie decken insgesamt den Zeitraum vom 11, Jahrhundert bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts ab, wobei eine ältere Siedlungsphase das 11. und 12., eine jüngere das 13. und 14. Jahrhundert umspannt. Überwiegend handelte es sich bei den Lederfunden um Schuhwerk (Schnack 1992). In der vorliegenden Publikation sind Messer- und Schwertscheiden, Gurte, Riemen, Gürtel, Beutel und Taschen sowie diverse Einzelstücke Gegenstand der Untersuchung. Die Funde wurden im Hinblick auf typologische und chronologische Merkmale untersucht. Weitere Aufmerksamkeit galt darüber hinaus insbesondere den Fertigungstechniken, der Trageweise sowie den verwendeten Lederarten. Soweit möglich, werden auch Vergleichsfunde benannt. Messer- und Schwertscheiden sind seit dem 11. Jahrhundert für Schleswig (Schild) nachgewiesen. Die Messerscheiden (n = 168) gestatten eine Untergliederung in vier Formengruppen. Einfache, unverzierte Messerscheiden der Form 1 sind gekennzeichnet durch eine seitliche Abstufung. Sie stammen aus Schichten des 11. Jahrhunderts. Einfache, unverzierte Messerscheiden, die sich mehr oder weniger gleichmäßig von oben nach unten verjüngen (Form 2) kommen vom 11. Jahrhundert an im Fundmaterial vor, wobei eine seitliche Verbindung mittels Nieten und/oder Beschlag erst in Schichten des 13. Jahrhunderts begegnet. Von etwa 1200 bis in das 14. Jahrhundert ist Form 3 -Messerscheiden mit zipfeligem Randdekor - vertreten. Form 4 ist durch Messerscheiden mit Stempelprägung gekennzeichnet, wobei das Lilienmotiv als Verzierungselement vorherrscht. Diese Messerscheiden stammen aus Schichten des 13. und 14. Jahrhunderts. In der Regel besteht eine Messerscheide aus einem seitlich geschlossenen Lederstück, lediglich die Exemplare der Form 4 wurden rückseitig vernäht. Die Verbindung erfolgte mit textilem Nähgut, mit feinen Lederbändchen oder auch mittels Meten und/oder Beschlag. Die Mehrzahl der Messerscheiden wurde am Gürtel getragen, wobei eine Riemenaufhängung mit Hilfe einer oder mehrerer Ösen erfolgte. Messerscheiden ohne Hinweise auf eine Aufhängung wurden vermutlich in einer Tasche oder einem Beutel verwahrt beziehungsweise hinter den Gürtel geschoben getragen. Zu den Stücken, die den vier Formen nicht zuweisbar waren, zählen unter anderem zwei Messerscheiden des 11, Jahrhunderts mit Beschlägen „slawischer Machart". Schwertscheiden (n = 155) sind vom 11. Jahrhundert an für Schleswig (Schild) belegt. Die Schwertscheide bestand ursprünglich aus einem hölzernen, mit Leder ummantelten Scheidenkörper. Im Fundmaterial sind nur Teile des nach Abnutzung heruntergetrennten Ledermantels überliefert. Dieser war rückseitig vernäht und konnte aus einem Stück gefertigt sein oder aus einem Mündungs- und einem unteren Teilstück zusammengesetzt sein. In Schichten des 13. und 14. Jahrhunderts läßt sich die Aufhängung vom „Typ 92 93 Naumburg" nachweisen. In den gleichen Zeithorizont gehören etliche Schwertscheiden mit einer spitz zulaufenden Mündung. Verzierungen kommen vor allem in Form einfacher, parallel verlaufender Relieflinien vor. j Die zweitgrößte Fundgruppe umfaßt Gurte, Riemen, Gürtel (n = 203), wobei die Bezeichnungen synonym verwendet werden. Ihre Fertigungstechnik erlaubt eine Unterteilung in fünf Gruppen. Die durch einen einfachen Lederstreifen gekennzeichnete Form 1 ist seit dem 11. Jahrhundert nachgewiesen; hierunter befinden sich einzelne Exemplare mit Relieflinien- oder Stempeldekor beziehungsweise einem Muster aus durchgezoge- I nen Bändchen. Die der Länge nach gefaltete Form 2 ist ebenfalls seit dem 11. Jahrhundert belegt. Nietbeschlagene Riemen der Form 3 kommen vereinzelt vom 13. Jahrhundert an vor, wobei die Niete verziert sein können. Die gedoppelte Form 4, das heißt aus zwei separaten Lagen zusammengesetzte Riemen, ist ebenfalls seit dem 11. Jahrhundert I zu belegen, besonders häufig kommt sie jedoch in Schichten des 13. und 14. Jahrhunderts vor. Die einfachen Nähte der Verbindung werden hin und wieder durch Ziersteppereien ergänzt. Daneben kommt auch Lederschnitt und Relieflinienzier vor. An einem Stück waren winzige Reste eines ehemals goldenen Farbauftrags sichtbar. Einige Lederstücke ( konnten als ursprünglich fest montierte „Schnallenstücke" identifiziert werden. Seit dem 13. Jahrhundert erscheinen vereinzelt kunstvoll geflochtene Gurte der Form 5. Aus Schichten des 12. Jahrhunderts sind erstmals Beutel und Taschen (n = 62) überliefert. Unterschiedliche Schnittmuster und Größen erlauben eine Differenzierung I in rechteckige und runde Beutel sowie in Futteraltäschchen. Rechteckige Beutel sind vom 12. Jahrhundert an vertreten, kommen aber bereits im wikingerzeitlichen Haithabu vor, ebenso wie kleine runde Beutel, die in Schleswig erstmals aus Schichten des 13. Jahrhunderts belegt sind. Aus Schichten des 13. und 14. Jahrhunderts stammen einige I kleine Futteraltäschchen, darunter ein Behältnis für Nähutensilien. Als Einzelstücke gelten zwei größere Überschlagtaschen sowie eine „Gürteltasche". Die in Schleswig (Schild) gefundenen Taschen und Beutel finden ihre häufigsten Parallelen im östlichen Nordeuropa. Insbesondere in einem Schleswiger Lederstück, i das mit seiner Trichterform und seinen Stickereien ein fast identisches Gegenstück in | Novgorod hat, dokumentieren sich Schleswigs Beziehungen zum slawischen Osten. Für die Schleswiger Messer- und Schwertscheiden lassen sich ebenso wie für die Gurte, Riemen, Gürtel Vergleichsbeispiele aus dem Osten, Norden und Westen Europas an- ( führen. Nur vereinzelt zeichnen sich differenzierte Verbreitungszonen ab, etwa am Beispiel stempelverzierter Messerscheiden (Form 4), die auf Fundorte im nordwestlichen Europa beschränkt sind, während Messerscheiden mit Beschlägen „slawischer Machart" ihr Dichtezentrum im ostseeslawischen Raum haben. | Wenn am Schuhoberleder nachgewiesen werden konnte, daß sich im Laufe des Untersuchungszeitraumes vom 11. bis zum 14. Jahrhundert der Hauptanteil der verarbeiteten Lederarten von den weichen Caprinaeledern zugunsten der robusteren Bovinaeledern verschob, so kann eine entsprechende Beobachtung nur bedingt an den hier bearbeiteten j Funktionsgruppen nachvollzogen werden, so etwa bei den Messerscheiden, wo die ältere Form 1 ausschließlich aus Ziegenleder, die jüngere Form 4 fast ausschließlich aus Kalbsoder Rindsleder gefertigt war. Insgesamt läßt die Analyse eher darauf schließen, daß die jeweilige Lederart im Hinblick auf die Funktion des herzustellenden Gegenstandes ausgewählt wurde, daß nämlich zur Fertigung von Schwertscheiden und Riemenzeug die stabilen Bovinaeleder, dagegen für Beutel und Taschen die geschmeidigeren Capri-naeleder bevorzugt verarbeitet wurden. Zu den kleineren Funktionsgruppen zählen drei Fäustlinge aus Schichten des 13. und 14. Jahrhunderts. Abgesehen von einem durchbrochen verzierten Fäustling, der möglicherweise Teil einer Jagdausrüstung war, dürften die Exemplare im Bereich der Arbeitskleidung anzusiedeln sein. Schleudertaschen, runde Scheiben, Ösenlaschen, Kordeln und. Fransenbänder bilden weitere Funktionsgruppen. Ein kleiner, aus einer Schicht des 12. Jahrhunderts stammender Ball beweist, daß im mittelalterlichen Schleswig Ballspiele nicht unbekannt waren. Das anhand der Schleswiger Lederfunde vorgelegte Spektrum verschiedener Verzierungstechniken und -muster wird durch einzelne Fragmente ergänzt. Abschließend werden einige interessante, funktional jedoch nicht eindeutig zuweisbare Lederstücke behandelt, darunter unter anderem sichelförmige, futteralartige Objekte oder ein zu einer Kugel rekonstruierbares Fragment mit Abdruck eines Reisiggeflechtes. Hinsichtlich der Herstellung der für Schleswig (Schild) erkannten drei Hauptfunktionsgruppen spricht die Einheitlichkeit der Formen für professionelles Lederhandwerk (vgl. dazu Schnack 1992, Kap. 7). Daß ein einfach herzustellender und sicherlich oftmals schnell benötigter Gegenstand (z.B. eine Schleudertasche) von Laien angefertigt werden konnte, widerspricht dieser Aussage nicht. Allgemein hat sich im Laufe des Mittelalters im Lederhandwerk eine Entwicklung vom universell zum differenziert tätigen Handwerker vollzogen. Lag die Lederherstellung, seine Verarbeitung und der Verkauf der fertigen Ware bis dahin in einer Hand, so entwickelten sich allmählich entsprechend der hergestellten Produkte voneinander abgrenzende Handwerke, wie beispielsweise das der Gerber, Schuhmacher, Gürtler oder Taschenmacher. Dabei war der universell tätige Lederarbeiter in erster Linie Schuhmacher und wurde auch als solcher bezeichnet, so daß sich die anderen Lederhandwerke eigentlich aus dem Schuhmacherhandwerk herauslösten (Elstermann 1941, S. 19; Thikötter 1930, S. 67). Eine ähnliche Entwicklung darf auch für das mittelalterliche Schleswig vorausgesetzt werden. SUMMARY During archaeological investigations from 1971-1975 in the medieval centre of Schleswig, area of ,Schild', a large amount of leather finds was excavated (Vogel 1983). The finds come from stratigraphic deposits which reached a depth of over 5 m. It was possible to date the finds to the respective centuries using the chronological scheme established by H. Lüdtke (1985). He based his scheme on ceramic finds, dendrochronology and coins. The finds themselves cover a period ranging from the 11th to the early 14th century, in which two distinct phases of settlement can be distinguished: the earlier period dating from the 11th and 12th century, the later to the 13th and 14th century. Most of the leather finds, namely shoes and shoes-related finds, have been 94 95 studied in a former publication (Schnack 1992). The subjects of the present publication are knife and sword scabbards, belts and straps, bags and pouches and a variety of unrelated pieces. Investigations were focused on typological and chronological characteristics of the finds. Further emphasis was given to the technical details of manufacturing, types of leather used as well as manner of wearing and carrying these items. Depending on availability, comparable finds from other locations are quoted. In Schleswig (Schild) scabbards for knives and swords can be traced back to the 11th century. Knife scabbards (n = 168) can be divided into four different forms. Simple plain scabbards (form 1) are characterized by a gradation on one side and can only be found in deposits of the 11th century. Simple plain scabbards more or less regularly tapering from top to bottom (form 2) occur from the 11th century onwards, however, scabbards fastened lengthwise with metal fittings first started to appear in the 13th century layers. From ca. 1200 to the 14th century scabbards with a decoration of pointed margins (form 3) were found. Form 4 is characterized by scabbards decorated with stamped motives, whereby fleur de lys is the most common design. Those scabbards were found in layers of the 13th and the 14th century. Usually, a scabbard was made of one piece of leather, folded and then closed lengthwise. However, scabbards of form 4 were sewn on the reverse side. The closing was done either by using thread, fine leather straps, metal rivets and/or fittings. The common way to carry the scabbards was to attach them to the belt using straps which were thread through one or more eyelets. Scabbards without straps were kept in a pouch or stuck behind the belt. Among pieces which could not be categorised into any of the four forms, are two scabbards of ,Slavic making', originating from the 11th century. In Schleswig (Schild) sword scabbards (n = 155) appear from the 11th century onwards. Originally, a sword scabbard was made up of a wooden body covered with leather. Only parts of the worn leather cover were found. It is assumed that the cover was made of either one piece or two pieces, top and bottom, The leather cover was stitched together on the reverse. In layers of the 13th and 14th century a suspension ,type Naumburg' could be identified as well as various scabbards with a pointed opening. Usually, the scabbards were decorated with impressed lines. The second largest group of finds consisted of belts and straps (n = 203). Due to different technical details of the manufacturing, belts and straps can be divided into five groups. Simple belts of one single layer (form 1), sometimes decorated with impressed lines, stamped motives or pattern of tiny crossed straps appear from the 11th century onwards as do folded straps (form 2). Belts with rivets (form 3), occasionally decorated, date from the 13th and 14th century. Belts made of two separated layers (form 4) can be found in the 11th and 12th century stratigraphic layers, but more frequently in the 13th and 14th century layers. The layers are stitched together. Some belts have additional embroidery. Impressed lines and engraving were also noted, in one case minor traces of gold colouring were discovered. A few fragments have been identified as special pieces for buckles to be fixed to. From the 13th century onwards skilful plaited straps (form 5) appear in a few samples. Pouches and bags (n = 62) first appear in the 12th century layers. Based on their different cuttings and sizes the finds can be categorised into rectangular and circular bags as well as into etuis. Rectangular bags can first be found in the 12th century layers, although they had already appeared amongst Viking Haithabu findings. The same applies to smaller circular bags which first appear in Schleswig in the 13th century. Some small etuis including one for sewing utensils come from layers of the 13th and 14th century. Two larger pouches with flaps and one belt pouch were considered as unique specimens. Most bag and pouch finds parallel to those from Schleswig (Schild) come from northeastern Europe. One particular Schleswig leather piece based on its special size and embroidery, has an almost identical counterpart in Novgorod, and thus documents the relations of Schleswig to the Slavic East. Comparable samples of knife and sword scabbards, and straps and belts can be found in areas of east, north and west Europe. Differentiated distribution is only rarely noted, for instance as reflected by knife scabbards with stamped decoration (form 4) where the finds are limited to north-west Europe, while scabbards with fittings of ,Slavic making' are mainly represented in the Slavic territory of the Baltic region. Based on the leather type used for shoe production, it could be proven that during the period investigated, the 11th to the 14th century, the main use of soft caprinae leather had been displaced by the more sturdy bovinae leather. Yet, this observation can only be applied to a limited extent to the groups examined. One example are the knife scabbards, the older form 1 of which had always been made of goat skin, the younger form 4, however, mostly of calf respectively cow skin. Therefore, it may be concluded that the choice of leather type was made depending on the kind of product to be manufactured. Thus, sturdy bovinae leather was used for making sword scabbards and straps, whereas preferably soft caprinae leather was chosen for the production of bags and pouches. Three mittens were found in the 13th and 14th century layers. Apart from one find with perforated ornaments which might have been part of hunting equipment, the mittens seem to belong to normal working clothes. Other finds belong to small groups of sling cases, discs, tongues with eyelet, cords and fringes. A small ball from a layer of the 12th century proves that ball games were known in medieval Schleswig. The range of different kinds of decoration can be supplemented by a few fragments. Finally, some interesting pieces whose original function is not clearly identified are discussed, for example a few case-like and crescent-shaped pieces or one piece of leather with an impressed pattern of wickerwork which can be reconstructed to a sphere-like object. The homogeneity of the three main groups of leather objects - scabbards, belts and straps, and bags/pouches - reflects professional leather manufacturing (see Schnack 1992, chapter 7). This is not contradicted by the fact that a sling case for example can easily be made by a layman. In general, during the medievals a specialization in leather craft took place. Until then leather craft had been in one hand only: an universally working leather craftsman manufactured and sold a wide range of leather products. 96 97 Gradually a specialization in leather craft developed. Individual leather articles were manufactured by specialized craftsmen, for example the tanner, the shoemaker, the purser or the belter, As the universally manufacturing leather craftsman mainly made shoes, he was therefore called ,shoemaker' and his craft was thus the basis for other differential leather crafts (Elstermann 1941, p. 19; ThikStter 1930, p. 67). It can be assumed that a similar development took place in medieval Schleswig. (Translated by Birgit Chiaventöne and Ruth Alheit)21 ANMERKUNGEN 1 Die in Tab, 1 dargestellte Verteilung der Lederobjekte auf die einzelnen Funktionsgrupperl ist Folge einer Korrektur, die bei der Drucklegung des Werkes über die mittelalterlichen Schuhe von Schleswig (Schild) nicht mehr berücksichtigt werden konnte (vgl. dazu Schnack 1992, Tab. 1). 2 Für die elektronische Datenverarbeitung stand das von Herrn Dr, habii. M, Gebühr, Schleswig, entwickelte Archan-Programm zur Verfügung (vgl. Schnack 1992, Kap, 2.4; 2.5). - Es sei darauf hingewiesen, daß sämtliche Merkmale über den Datenspeicher des Computers zugänglich sind. 3 Die in den Abbildungsunterschriften vermerkten Nummern (Nr.) beziehen sich auf die laufende Nummer des Fundes in der Erfassungskartei. 4 Eine Flensburger Elle entspricht 57,2 holsteinischen bzw. 62,8 dänischen Zentimetern (Waschinsld und Böttger 1952,5.14; 17). 5 Bei W. Groenman-van Waateringe (1984,5, 37) heißt es „.., oder mit einem etwa 5 cm breiten Lederband - Diese Maßangabe dürfte mit 0,5 cm richtiger sein. 6 Die Holzstärke schwankt zwischen 0,10 und 0,26 cm, Bei der verwendeten Holzart handelt es sich um Rotbuche (Fagus silvntica L.). Die Bestimmung führte dankenswerterweise Frau Dr. I, Ulbricht, Schleswig, durch. 7 Das hier als Messerscheide identifizierte Stück wurde mit einem Halbschuh gefunden, der mit zwei Osenpaaren auf dem Rist verschnürt wurde. Das Oberleder ist auf dem Vorfuß mit einem Durchbruchsmuster verziert. Soweit die zeichnerische Darstellung es erkennen läßt, gibt es keinerlei Hinweise auf die Befestigung einer Lasche. 8 Nach H. Seitz (1965, S, 145) liegt die Klingenbreite eines zweischneidigen Schwertes im 13. Jh. zwischen 4,5 und 5,5 cm, die Klingenlänge zwischen 75 und 95 cm. C. van Driel-Murray (1980, S. 40) untergliedert anhand von Leidener Schwertscheiden des 14. Jhs. drei Klingenbreiten, nämlich > 5,5 cm, ca. 5 cm, und ca. 4 cm, wobei die schmalen Scheiden großen Dolchklingen zugewiesen werden. 9 Ich danke Frau Dr. C. van Driel-Murray, Amsterdam, Herrn Dr. A. Geibig, Coburg, und Herrn H. Paulsen, Schleswig, für ihre freundlichen Hinweise. 10 Vgl. dagegen die Ausführungen von K. Romanow (1979, S. 193). Die Breslauer Funde werden über ihr Breitenmaß in Gurte (poln. pasy; Br. > 2,1 cm) und Riemen (poln. paski; Br. < 2,1 cm) unterschieden. Dieses Maß gibt allerdings keine Auskunft über funktionale Unterschiede. 11 Unberücksichtigt bleiben hier Riemen oder Bänder, die im Zusammenhang mit dem Schuhwerk zu sehen sind (vgl. dazu Schnack 1992, Kap. 4,2.2.3). 12 Die Schnalle ist 1,9 cm breit, der Schnallendorn ist ausgebrochen. 13 Nach einem freundlichen Hinweis von Herrn Dr. V. Vogel, Schleswig, könnte dieser Riemen möglicherweise zum Stirnteil eines Pferdehalfters gehört haben. 14 Gürtel aus textilem Gewebe wurden - ebenso wie Lederriemen - durch mehrere Lagen versteift, so unterschied man bis zu neun Stofflagen (Fingerlin 1971, S. 33S; Kat.-Nr, 67), 15 Ich verdanke Herrn Farsteantikvar E. Schia (t), Oslo, die Einwilligung zur Publikation dieses Fundes. 16 H, Paulsen, Schleswig, führte erfolgreich Wurfversuche mit einer nachgebauten Schleuder durch. Dabei zeigte sich, daß eine geschickte Handhabung des Schleuderers Wurfweiten von einigen hundert Metern mit großer Zielgenauigkeit verspricht. 17 Nach W. Endrei (1988, S. 112) waren Bälle, deren Hülle aus Leder oder Stoff bestand, mit Federn, Wollabfällen, Moos, Sand, spater auch mit Kautschuk gefüllt. Aus einer französischen Zunftregel des 15. Jhs. geht hervor, daß Sägespäne, Kreide, Kalk, Kieselsteine, Erde oder Sand benutzt wurden, erlaubt waren zudem Tuchscherabfälle. 18 Auf diese Weise wurden die Bälle in Novgorod mit Fell, Wolle, Moos oder Abfall von Hanf oder Flachs gestopft (Izjumova 1959, S. 216). Dort wurden 120 Bälle gefunden, wobei die meisten durch einen zusätzlich zwischen die beiden runden Lederstücke eingefügten Streifen gekennzeichnet sind (Izjumova 1959, S. 216; Abb, 9.2,3). Eine derartige Fertigungstechnik ist auch für Bälle aus Bergen überliefert (Herteig 1969, Abb. 56). 19 Das Maß wurde nach der Trockenkonservierung ermittelt. Die Füllung wird jetzt nicht mehr vollständig von der Lederhülle umschlossen, weil diese durch die Konservierung geschrumpft ist. Die Novgorodcr Bälle werden in zwei Größengruppen untergliedert, nämlich 2-7 cm und 15 - 20 cm (Thompson 1967, S, 84). 20 Vgl. dazu auch die Anmerkungen von W. Endrei bezüglich einer Szene aus dem Bilderfries des in das 5. Jh. datierten Gallchus-Horns, die er als eine Darstellung des Dreiballspieles gedeutet wissen möchte (Endrei 1988, S. 113). 21 Ich danke Frau B. Chiaventöne und Frau R. Alheit, Bremerhaven, für ihren freundschaftlichen Einsatz, mir spontan bei der Übersetzung geholfen zu haben. LITERATURNACHWEIS Andersen, A. 1953: Et fund av middelalderlige sko og lsedersager fra Svendborg. Fynske Aarboger 5, S. 1 -22. Naäsby. Andersen, H. H. 1980: Die Burg von Itzehoe. Offa-Brgänzungsreihe 4. Neumünster. Armstrong, P. 1977: Excavations in Sewer Lane Hull 1974. East Riding Archaeologist 3. Hull. Arwidsson, G. 1977: Die Gräberfunde von Valsgärde III. Valsgärde 7. Uppsala. Atkinson, D., und 1992: The Leather. In: D. H. Evans und D. G. Tomlinson. Excavations at 33-35 Foreman,M. Eastgate, Beverley, 1983-86, Sheffield Excavation Reports 3, S. 175-187. Sheffield. Baart, J. M., u. a. 1977: Opgravingen in Amsterdam. 20 jaar stadskernonderzoek. Amsterdam. Bergman, K., und Billberg, 1.1976: Vapen. In: A. W. 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