Týden 3
Unternehmen
Karel Meyer, Direktor des Unternehmens,
stellt sein Unternehmen Gracia vor:
Der Betrieb mit Sitz in Jablonné nad Orlicí
mit etwa 480 Beschäftigten verfügt über eine breite Angebotspalette von
Produkten aus Plastik und Metall. Darüber hinaus produziert der Betrieb beispielsweise Gehäuse für
die Automobilindustrie oder Gehäuse für Küchengeräte. Etwa 80 Prozent aller Erzeugnisse des Unternehmens
sind für den Export bestimmt.
Zu den bedeutendsten Kunden gehören u. a.
der Volkswagenkonzern in Deutschland, Philips in Österreich und den Niederlanden,
Hewlett-Packard in Spanien sowie ABB und IKEA in Schweden. In diesem Jahr
strebt das Unternehmen einen Umsatz von
mehr als einer Milliarde Kronen an. Im vergangenen Jahr erreichte es 838 Millionen Kronen.
Die Arbeitsproduktivität soll zugleich von 560.000 Kronen auf 700.000 Kronen
pro Mitarbeiter im Jahr 2012 erhöht werden.
„Total
Marketing Support ist unsere Firmenstrategie“, sagt der Direktor. Das bedeutet,
dass die Firma neben einzelnen Formen, Geräten und Werkzeugen auch komplexe
Dienstleistungen anbietet. Man müsse sich die Produktkette wie einen Fisch
vorstellen, fährt er fort. Den Kopf bilden Marktforschung und Marketing, der
Körper bedeutet Konstruktion, Technologie und Herstellung, den Schwanz stellt
der Absatz dar. Während sich die großen Konzerne selbst um Marketing und
Verkauf kümmern, suchten sie für die Produktion verlässliche Partner für die Zusammenarbeit. „Wir wollen
einer der besten sein, der dem Kunden zugleich günstige Preise garantiert.“
Dabei respektiere das Unternehmen die verschiedenen nationalen Eigenschaften
der Kunden. Am nächsten stünden den Tschechen die Holländer, meint der
Firmenchef, weil sie aus einem ähnlich kleinen Land kämen. An den Deutschen
schätzt er deren Präzision und technisches Können.
Das
Unternehmen entstand im Jahre 1992. Der Unternehmer hat einen Kredit bei einer Bank aufgenommen. Für den Kredit bürgte er mit seinem
eigenen Haus. Der tschechische Markt sei seit Anfang der 90er Jahre
kultivierter geworden, sagt er. Insolvente Firmen verschwänden immer mehr.
Zugleich habe sich die Qualität der Produkte erhöht. Nur von der Arbeitsmoral
ist der Unternehmer in Tschechien nicht begeistert.
Für das Privatleben bleibt dem engagierten
Firmenchef wenig Zeit übrig. Er ist verheiratet und hat zwei heranwachsende
Kinder.